Montag, 16. Februar 2009

Bolivien /Peru Reise

Nachdem ich am Samstag von dem Zwischenseminar und der anschliessenden Reise wieder nach Santiago zurueck gekehrt bin, hat fuer mich heute der Alltag wieder begonnen. Mir geht es hier wirklich sehr gut und ich verstehe mich weiterhin bestens mit meiner Gastfamilie! Leider bin ich schon in der letzten Haelfte meines Freiwilligendienstes angelangt...
Aber nun will ich in diesem Blogeintrag etwas von der genialen Reise berichten.
Als das Zwischenseminar in Santa Cruz zu Ende war, mussten wir gezwungenermassen zurueck nach La Paz fliegen, da aufgrund der Regenfaelle (in Bolivien ist gerade Regenzeit) die Strasse fuer Busse anscheinend nicht passierbar gewesen ist.....
(So sehen einige der Taxis von Innen aus, eine viertel Stunde Fahrt kostet ca. 1,50 €)
....Auf der Hinfahrt hatten wir fuer diese Distanz 17 Stunden mit dem Bus benoetigt, so dass der eineinhalb Stuendige Flug natuerlich nicht schlecht war,zumal Inlandsfluege in Bolivien sehr preiswert sind. Allerdings hat dies auch seine Kehrseite, wie wir im Nachhinein erleben konnten, denn am Flughafen gab es keinerlei Kontrollen!! Beim Einchecken sind nichteinmal unsere Paesse verlangt worden (wobei unsere Namen auf den Flugtickets auch noch voellig falsch geschrieben waren). Hinzukommt, dass unsere Koffer in keinster Weisse kontrolliert/durchleuchtet wurden und nichteinmal das Handgepaeck ist ueberprueft worden. Man konnte also quasi fei zum Flugzeug durchlaufen. Das einzige, was kontrolliert worden ist, ob die Flughafensteuer bezahlt worden ist! Komischerweise stand dann auf dem Rollfeld vor dem kleinen Flugzeug ein bewaffneter Soldat, dies kam mir aber total laecherlich vor, weil seine Anwesenheit vermutlich die einzige Sicherheitsvorkerhrung darstellen sollte...Es war ein sehr kleines Flugzeug, in dem ich relativ weit hinten sass, sodass ich genau auf die Triebwerke schauen konnte, wobei ich wirklich ein ungutes Gefuehl dabei hatte: Einerseits, weil es ueberhaupt gar keine Sicherheitsvorkehrungen gab und andererseits weil die Triebwerke sehr gewackelt haben...jedenfalls kam mir das so vor, vielleicht lag es auch daran, weil es so ein kleines Flugzeug war, jedenfalls war ich froh, als wir dann auf dem Flughafen (was uebrigens der hoechst gelegene Flughafen der Welt ist =) in La Paz, genauer gesagt, in El Alto, auf 4061 Meter gelandet sind!
Dort angekommen, war es aufgrund der Hoehe angehem kuehl, denn in Santa Cruz waehrend dem Seminar war es durchgehend schwuel-warm, mit einer extrem hohen Luftfeuchtigkeit,was sehr anstrengend war!!
(Ausblick von einem Mirador auf den suedlichen Teil von La Paz)
Nachdem wir 3 Tage in Laz geblieben sind, was eine der beeindruckendsten, wenn nicht sogar die beeindruckendeste Staedt ist, die ich bisher gesehen hab, fuhren wir anschliessend weiter nach Cusco in Peru...dies bedeutete 13 Stunden Busfahrt, die uns 12 € gekostet haben...das bolivanische Preisniveau eben!
Auf dem Weg dorthin blieben wir noch je eine Nacht in Cobacabana (Bolivien) und Puno(bereits Peru), um von dort aus Ausfluege zu Inseln im Titikakasee zu machen,was sicher zu den Highlight der Reise zaehlte!! Besonders die "Islas de Ursos", denn diese sind schwimmende Inseln, die von ihren Bewohnern, den Aymara selbst gebaut wurden. Auch wenn es sehr touristisch gepraegt war, war es beeindruckend zu sehen, unter welchen Bedinungen, fern ab von der Zivilisation, diese Voelker leben.
(Die schwimmenden Islas de Ursos)


(Einer der schoensten Sonnenuntergaenge ueberhaupt - am Titicaca Lago)
In Cusco, dem ehmaligen antiken Zenturm der Incas und Hauptstadt Perus, blieben wir 2Tage, bevor wir auf den Machu Picchu hoch gestiegen sind. Was ich dort gesehen habe, war eindeutig das Highlight, seitdem das ich in Suedamerika bin!
Bruce und ich - im Hintergrund Cusco

Die Reise ging dann weiter Richtung Arequipa (im Sueden von Peru) und schliesslich an den Strand, nach Mollendo, um den Lars zu besuchen...das war ebenso nochmal ein absolutes Highlight..die Tage beim Lars waren einfach zu genial. Der Oli ist dann auch noch dazu gekommen, so dass die 3 Voluntarios aus dem "Acher Spether Boten" wieder vereint waren und ich dann auch noch ueberredet wurde, mit nach Lima zu kommen.
Oli,Lars und ich am Strand von Mollendo
Lars und ich in Lima auf den Cerro San Christobal
Obwohl vorher unsere Reiserplan vorgesehen hatte, dass wir, also Danile&Bruce und nach Areqwuipa direkt nach Chile zurueck kerhen wollten, um dort im Norden in der Atacama Wueste noch einen Stop einzulgegen. Es kam jedoch anderes, da Daniel ziemlich stark krank wurde, d.h. eine Infektion hatte, weshalb er schon frueher nach Santiago zurueck kehrte.

Montag, 26. Januar 2009

Zwischenseminar in Bolivien

Nach insgesamt 57 Stunden Busfahrt, sind wir - Daniel,Bruce,Ines (alle arbeiten auch in Santiago)und ich- hier in Santa Cruz in Bolivien angekommen. Es waren 3 Naechte und 2einhalb Tage im Bus....es hat eigentlich alles bestens geklappt, auch wenn es zwischenzeitlich extreme Sitatuionen gab, zum Bsp. die duenne Luft an die chilenisch bolivianischen Grenze auf dem 5000m Pass und auch die Tatsache, dass wir die letzten 17 Stunden in Bolivien anscheinend nur einen Busfahrer hatten
Alles in allem sicherlich fuer europaeische Verhaeltnisse nicht vorstellbar, aus vielleicht zweierlei Hinsicht:
- einerseits gibt es in Europa solche konfortablen Reisbusse wie hier nicht! Die meiste Zeit sind wir mit der Katergorie "Bus-cama", also quasi Schlafwagen gefahren.
- andererseits die Entfernungen, wir sind von Santiago(trockene Hitze, 35 Grad) durch die Atacama-Wueste im Norden von Chile gefahren, dann von dort, von meereshoehe ueber die 5000 Meter hohe chilenisch-bolivianische Grenze schliesslich nach La Paz(4000m). Und letztlich der letzte Abschnitt durch die Troppenwaelder und eine insgesamt sehr gruene Landschaft(weil hier gerade Regenzeit ist) nach Santa Cruz. Hier angekommen sind wir erst mal von der sehr hohe Luftfeuchtigkeit in Zusammenhang mit hohen Temperaturen konfrontiert worden, es ist einfach nur sehr anstrengend!

Ein Blick in die Wueste...


Das Bild des Vulcan Sees entstand vor der auf 5000m hoch gelegenen chilenisch-bolivianischen Grenze.


Auf der Fahrt nach Santa Cruz(im Landesinneren) sind wir zahlreiche Stunden durch ganz gruene Waelder gefahren.....
Allgemein gesehen, war die Fahrt zwar sehr lange, aber landschaftlich super genial und abwechslungsreich.

Donnerstag, 15. Januar 2009

Misión País 2009



Vorgestern bin ich von den 10 taegigen Misiones zurueck gekommen....und mir geht es zurzeit so was von super gut, weil diese 10 Tage die beste Zeit, seit meiner Ankunft hier in Chile war.
An dem Projekt "Misión País", das von der katholischen Uni(das zugleich die groesste in Chile ist) organisiert worden ist, haben insgesamt 2700 Jugendliche (ab 18 J.) teilgenommen. Es war also ein gigantisches Ereigniss...von Puenta Arenas im tiefsten Sueden Chiles bis hoch in den Norden nach Arica sind diese 2700 Jugendliche in Gruppen eingeteilt worden, so dass in jeder Region "Misioneros" unterwegs waren. Ich war in einer Gruppe von 40 Leuten12 Stunden noerdlich von Santiago, in der Atacama Region (Atacama ist uebrigens der Name der trockensten Wueste der Welt). Ueber diese Erfahrungen gibt es sehr viel zu berichten, doch leider faehrt in fast genau 3 Stunden mein Bus nach Bolivien/Santa Cruz (= insgesamt etwa 50 Stunden Busfahrt!!!)....dort bin ich auf dem Zwischenseminar mit den anderen beiden Voluntarios von María Ayuda.
Daher an dieser Stelle einfach ein paar Bilder von den Misiones und bis bald!
Heute bin ich uebrigens auf den Tag genau 4 Monate in Chile!!
Viele Gruesse in das eiskalte Deutschland, wie man sogar hier in der Presse lesen kann!

Freitag, 2. Januar 2009

Bienvenidos a 2009!!


Feliz y próspero año nuevo a todos!
Ich hoffe, das Jahr hat bei euch gut angefangen; bei mir war Silvester "espetacular", wie man im spanischen sagt, vll sogar die beste Silvester Party, die ich bisher erlebt hab. Der Ablauf war wie schon bei Weihnachten voellig anders...u.a. ist hier das Zuenden von Raketen und Feuerwerkskoerper verboten, es gab jedoch ein 4 Orten der Stadt ein Feuerwerk und eines davon war in unserer Naehe (siehe Foto).
Inzwischen haben die Temperaturen hier dauerhaft ein anderes Level erreicht, als es bisher der Fall war....tagsueber ist es so heiss, dass man jede Minute in der Sonne meidet. Es hat gewoehnlich 34 Grad im Schatten! Dementsprechend ist ein Mittagsschlaf Pflicht, weil man abends die angehmenen Temperaturen nach Sonnenuntergang geniesst.....!

Hier sind die Sommerferien und somit die Reiszeit in vollem Gange, so ist es auch bei mir der Fall ist! Die Woche zwischen Weihnachten und Silvester war ich in Buenos Aires und in Uruguay (zu der Reies zu einem spaeteren Zeitpunkt mehr) und ab Morgen werde ich 10 Tage an der "Misión País" teilnehmen, insgesamt nehmen an diesen Misiones im ganzen Land knapp 3000 Jugendliche teil.... Ich werde mit meiner Gruppe nach Copiapó fahren, das ist 10 stunden noerdlich von Santiago, fast schon in der Wueste..daher heisst die Region auch "Tierra Amarilla", was so viel heisst wie gelbe Landschaft (bei der Linkliste habe ich den Blog von meiner Gruppe hinzugefuegt).

So viel von mir an dieser Stelle!
Muchos Saludos a todos mis amigos ;)

Mittwoch, 24. Dezember 2008

24. 12: Nochebuena

Dieses Foto entstand in einer der Malls hier: Palmen neben Plastik Weihnachtsbaeumen sind hier keine Seltenheit, dazu scheint, wie immer in den letzten Tagen hier die Sonne, waehrend die Lichter des Weihnachtsbaum die ganze Zeit blinken.

Hab gerade im Radio gehoert, dass es hier 34 Grad hat..und das im Schatten! Es ist einfach soooo heiss hier....ich freue mich schon auf heute abend, wenn es dann wieder etwas ertraeglich wird

Ich wuensche euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und erholsame, stressfreie Feiertage..

Donnerstag, 18. Dezember 2008


Seitdem ich in Chile bin, war ich eigentlich noch in keinem Gottesdienst, in dem nicht irgendein Handy geklingelt hat.... ich hab aber auch noch nirgends so einen Hinweis gesehen ;)

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Los Ángeles / Concepción


Schon kurz nach meiner Ankunft in Chile, ist mir angeboten worden, fuer ein oder zwei Wochen nach Concepción zu fahren, um dort ein anderes Projekt von María Ayuda kennen zu lernen und in diesem zu arbeiten. Nachdem im chilenischen Organisationstiempo die dazu notwendigen Sachen abgeklaert wurden, erhielt ich dann letztlich die Zusage in einen Kinderheim in Los Ángeles, eine Stadt die 2 Stunden von Concepción entfernt und viel kleiner ist.
Auch wenn das auf dem nebenstehenden Bild viel kuerzer aussieht, dauerte die Fahrt von Santiago nach Los Ángeles 7 Stunden. Dort angekommen wohnte ich die ersten beiden Tage im Kinderheim von María Ayuda, in dem momentan 12 Kinder (zwischen 4 und 13 Jahren) leben. Diese beiden Tage waren sehr anstrengend, weil ich ja quasi rund um die Uhr, ohne Unterbrechung, mit den Kindern zusammen war, so dass ich dann heil froh war, als ich in eine Gastfamilie gekommen bin. Das wiederum hat sich jedoch voellig zufaellig ergeben, denn urspruenglich haette ich in einem Zimmer in der Naehe des Heims wohnen koennen.
Doch nun zuerst zu dem Kinderheim: jedes einzelne der 12 Kinder kommt aus enorm schwierigen, familiaeren Verhaeltnissen. Kurz gesagt, es handelt sich um wirkliche Problemkinder. Wenn man die Kinder unbeaufsichtig laesst, dauert es nicht lange, bis sie anfangen, sich zu streiten, was dann gleich in eine richtige Pruegellei uebergehen kann. Man braucht wirklich sehr viel Geduld und Ausdauer, um richtig auf ihr Verhalten zu reagieren...gerade deswegen habe ich echt grossen Respekt vor den Tías hier.
Eine ganz andere, scheinbar heile Welterlebe ich dann, wenn ich nach der Arbeit nach Hause gehe.....Die Familie, in der ich hier voruebergehend lebe, hat ein riessiges Grundstueck, mit Pool und grosser Gartenanlage. Es fehlt an nichts hier im Haus! Ausserdem haben sie zwei Nanas (Hausangestellte) und einen Gaertner, der sich nur um die Aussenanlage und den Pool kuemmert!!! Einerseits geniesse ich es, bei den hohen Temperaturen fast jeden Tag in den Pool zu springen, aber andererseits kann ich mich hier nicht wirklich wohlfuehlen, weil es einfach sehr komisch fuer mich ist,zu wissen, dass gerade 10 min entfernt, die Kinder mit voellig anderen Voraussetzungen leben......
Doch nun zu dem Kinderheim: jedes einzelne der 12 Kinder kommt aus enorm schwierigen, familiaeren Verhaeltnissen. Kurz gesagt, es handelt sich um wirkliche Problemkinder. Wenn man die Kinder unbeaufsichtig laesst, dauert es nicht lange, bis sie anfangen, sich zu streiten, was dann gleich in eine richtige Pruegellei uebergehen kann. Man braucht wirklich sehr viel Geduld und Ausdauer, um richtig auf ihr Verhalten zu reagieren...gerade deswegen habe ich echt grossen Respekt vor den Tías hier.

Montag, 15. Dezember 2008

3. Advent


So habe ich gestern den 3.Advent erlebt...er wird mir glaube ich, noch sehr, sehr lange in Erinnerung bleiben, denn es war einerseits das erste Mal, dass ich waehrend der Weihnachszeit am Strand war und es so dermassen heiss war, das man es nicht lange in der Sonne ausgehalten hat!
Das vergangene Wochenende war so ziemlich eines der Besten, aber auch eines der Komischsten, seitdem ich hier in Chile bin....und das bin ich uebrigens heute auf den Tag genau 3. Monate!! Das Beste, weil ich an diesem WE so genial in einer Gastfamilie aufgenommen wurden und die Familie sehr viel gezeigt hat und wir am Sonntag den halben Tag einfach nur am Strand gechillt haben.....das komischste WE war es, weil ich am 3.Advent noch immer keine Weihnachtsstimmung habe...bei diesen Temperaturen bin ich hier hoechstens in Sommerstimmung!!